Was suchen Sie?

Abgestimmt!

RSS Nachrichten aus dem Kreis

Echo-Artikel-Kalender

August 2017
M D M D F S S
« Jul    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Bauen & Wohnen


Erschienen am 5.7.2017

Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Jetzt für 27.9.17 buchen!
Jetzt für 22.11.17 buchen!

Lebensgefühl-Messe 2017

Erschienen am 22.03.2017

Aktiva-Messe 2016

Für weitere Infos auf das Bild klicken

Aktuelles ePaper

Neueste Beiträge

Spiel mit dem Feuer

Festival Flammende Sterne vom 18. bis 20. August im Scharnhauser Park

Das Feuerwerksfestival Flammende Sterne gehört zu den Klassikern des Sommers: In diesem Jahr bringen die international renommierten Feuerkünstler von Freitag, 18. August, bis Sonntag, 20. August, den Himmel über Scharnhausen zum insgesamt 16. Mal zum Leuchten. Es treten Pyroprofis aus Deutschland, Australien und Mexiko gegeneinander an. Einlasskontrollen und Barrieren an den Einfahrten sollen für Sicherheit sorgen.
Jürgen Wünsche vom Veranstalter der Agentur MPS blickt zufrieden auf die Entwicklung, die die „Flammenden Sterne“ seit Beginn genommen haben. „Die Veranstaltung ist einzigartig in der Region und hat mittlerweile eine hohe Strahlkraft“, sagt Wünsche. In der Branche genießen die „Sterne“ offenbar ein hohes Renommee, denn jährlich habe MPS viele Bewerber für die Teilnahme, wie Wünsche berichtet.
Die Teilnehmer des diesjährigen Festivals, die von drei Kontinenten kommen, sind alte Bekannte. Den Auftakt machen die Mexikaner. Die Firma Pyro Mix hat bereits mehrfach das bekannte Music Fireworks Festival in Shanghai gewonnen. Samstags schießt nach zweijähriger Pause Joachim Berner von der Stuttgarter Firma Innovative Pyrotechnik aus Stuttgart. Der Sonntag gehört den Australiern. Martin Brady von Fireworks Australia kündigt den Auftritt mit „big, loud, spectacular and surprising“ an.
Die drei Musifeuerwerke werden wie immer von einem bunten Rahmenprogramm begleitet. Die Abende läuten Trommler, Live-Musik, Feierartisten, Ballonglühen, Märkte und Aktionen für die ganze Familie ein.
Das gesamte Gelände wird kunstvoll illuminiert, es gibt Essen und Getränke in großer Vielfalt, außerdem sind mexikanische Tänzerinnen und eine Digerido-Beat-Show zu sehen. Das Riesenrad, das sich seit drei Jahren während der „Sterne“ dreht, wird gut angenommen. Die 40 Gondeln, aus denen die Besucher besonders gut aufs Feuerwerk schauen können, sind laut Wünsche schon gut gebucht. Und weil es sich um das 15. Mal „Flammende Sterne“ handelt, wird die Preshow mit neuen Techniken und mehr als doppelt so vielen Lasern vergrößert.
Das Sicherheitskonzept haben die Organisatoren zusammen mit der Stadt Ostfildern entworfen: gesperrte Straße, Barrieren an den Zufahrten, Taschenkontrollen und Sicherheitsleute vor Ort sollen einerseits für ein gutes Gefühl sorgen, andererseits den lässigen und familiären Charme des Festivals nicht weiter stören. Rund 5000Parkplätze stehen in der Peripherie bereit, Besucher sollten mit der Stadtbahn oder der Buslinie 122 anreisen und auf Rucksäcke verzichten. An einem gut besuchten Tag sind laut Veranstalter etwa 33 000 Menschen auf dem Gelände. bob/Foto: Willikonsky

Info: Tickets: Einzelkarte: 18 Euro (VVK 15 Euro), Dauerkarte: 36 Euro, Sitzplatz: 33 Euro (VVK: 29 Euro), Familienkarte: 38 Euro. Mehr unter www.flammende-sterne.de

Blitz-Hochburg

Im Kreis Esslingen hat sich im vergangenen Jahr besonders häufig Gewitter-Spannung entladen

Eine Statistik des Blitz-Informationsdienstes in München weist Esslingen als Blitz-Hochburg im Südwesten aus. Demnach blitzte es in der eheAmaligen Reichsstadt im vergangenen Jahr 2241 Mal, in Stuttgart 434 Mal, in Freiburg lediglich 65 Mal – in Baden-Württemberg der niedrigste Wert. Wobei das Blitzen im gesamten Landkreis Esslingen in die Statistik einfloss. An sich blitzt und donnert es im Süden mehr als im Norden – bundesweite Blitz-Hauptstadt war 2016 aber das nordrhein-westfälische Wesel. Im Ranking der Bundesländer steht Baden-Württemberg mit 51 024 Blitzeinschlägen nach Bayern und Nordrhein-Westfalen an dritter Stelle. Auf einen Quadratkilometer kamen im Südwesten 1,43 Einschläge. Bundesweit gab es 2016 laut Blitzatlas „auffallend wenige Blitzeinschläge“. Hauptgrund sei, dass es im normalerweise blitzreichen August sehr wenige Gewitter gegeben habe.
Für die Statistik registrieren zahlreiche Messstationen jeden Blitz, der die Erde erreicht, egal ob Gebäude, Baum, Mast oder Boden. Der Ort des Einschlags lasse sich auf rund 200 Meter genau bestimmen. An Tagen mit starken Gewittern zucken mehr als 200 000 Blitze durch den Himmel über Deutschland, Tausende schlagen ein. Wird man direkt getroffen, steigt die Spannung im Körper auf mehrere 100 000 Volt an. Mögliche Folgen: Herz- oder Atemstillstand. Zwei von drei Menschen, die von einem Blitz getroffen werden, überleben dies – haben aber oft jahrelang mit Spätfolgen zu kämpfen. Foto: dpa

Durch Streuobstwiesen und Weinberge

ADFC Radtour durch den Nürtinger Raum ins Ermstal – Sportliche Tour mit 900 Höhenmetern – Blick auf den Albtrauf

Diese Radtour hat die ADFC-Ortsgruppe Filder in diesem Frühjahr veranstaltet. Die Streuobstwiesen und Weinberge rund um Metzingen sind das Ziel. Aber auch der Weg dorthin folgt nicht der direkten Linie, sondern führt überwiegend abseits von Siedlungen und größeren Straßen durch abwechslungsreiche Natur. Es bieten sich Ausblicke über das Ermstal, auf den Albtrauf und das Albvorland. Häufig begleiten Streuobstwiesen den Weg. Deshalb ist diese Tour besonders im Frühjahr zur Blütezeit zu empfehlen, aber auch im Herbst hat sie ihren Reiz.
Bei der Fahrt über die Hügel des Albvorlandes und am Albtrauf entlang sowie durch die Weinberge werden 900 Höhenmeter überwunden, und so kann man die 62 Kilometer lange Tour durchaus als sportlich bezeichnen.
Eine Einkehr im Naturfreundehaus Falkenberg oberhalb von Metzingen ist vorgesehen. Bei den Touren der ADFC-Ortsgruppe Filder wird meist ein besonderer Service geboten: Es fahren zwei Tourenleiter mit. Der erste führt die Gruppe an, der zweite fährt am Schluss und hat somit die Gruppe im Blick und kann bei Problemen Hilfe leisten.
Touren der ADFC-Gruppe Filder haben meist zwei Startpunkte, häufig in Leinfelden am Neuen Markt und in Filderstadt an der Filharmonie. Diese Punkte sind auch mit der S-Bahn gut zu erreichen. Diese Tour geht von der Filharmonie startend über Feldwege auf den Scheitelpunkt der Filder bei Harthausen. Dort bietet sich schon der weite Blick über das Neckartal auf die Schwäbische Alb. Man sieht auch schon den Ort Kappishäusern, den höchsten Punkt der Tour unter dem Jusiberg gelegen. Doch zunächst rollen wir hinunter ins Aichtal. Es folgt der kurze Anstieg auf die Höhe, die das Aichtal vom Neckartal trennt.
Wir bleiben auf dieser Höhe. Erst kurz vor Neckarhausen – dort können auch Radler aus dem Raum Nürtingen gut einsteigen – fahren wir ins Neckartal hinab. Der Weg ist zwar etwas holprig, führt uns aber durch die schön am Hang gelegenen Streuobstwiesen. Wir überqueren den Neckar und gleich geht es wieder hinauf nach Raidwangen.
Im Tal der Autmut wird Großbettlingen umfahren. Der Anstieg nach Grafenberg kostet zwar einige Schweißtropfen, ist aber auch von Apfelbäumen umsäumt. Nach einer kleinen Abfahrt in Grafenberg geht es im Wald wieder bergan. Wir passieren das Arboretum, wo man verschiedene, auch exotische Baumarten bewundern kann. Ständig bergauf erreichen wir Kappishäu­sern. Am Ortsende verlassen wir die Straße, die ins Tal führt.
Wir bewegen uns auf halber Höhe über dem Ermstal auf kleinen Wegen auf und ab, umgeben von Streuobstanlagen. Der Blick geht ins Tal nach Bad Urach und zum Hohen Urach. Oberhalb von Dettingen brechen wir diesen Weg ab und fahren rasant hinunter in den Ort.
Nun geht es wieder zurück Richtung Metzingen. Wir biegen ab in die Weinberge und erklimmen erneut die Höhe. Den Aussichtsberg oberhalb von Metzingen, der ganz zutreffend und einfach Weinberg heißt, umrunden wir und haben so einen hervorragenden Ausblick über die Stadt und das ganze Albvorland. Nun ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Naturfreundehaus Falkenberg. Von dort geht es zuerst steil bergab und wir kommen durch die Siedlung Neugereuth und das Dörfchen Kleinbettlingen und gelangen über Altdorf bis zum Neckar. Über den Buckel strampeln wir nach Aich und durchs Bombachtal wieder zurück auf die Filder. Manz/Mailänder Foto: Reichert

Info: Gesamtstrecke etwa 62 Kilometer, 900 Höhenmeter, sportliche Tour, Radkarte: ADFC Regionalkarte Tübingen,Reutlingen,Stuttgart-Süd 1:75000, Fahrzeit: etwa vier Stunden, Einkehren: Naturfreundehaus Falkenberg, Metzingen.

Abgestimmt

Am 24. September wählt Deutschland ein neues Parlament und damit eine neue Regierung. Der Wahlkampf läuft.  Haben Sie schon entschieden, wo Sie Ihre Kreuzchen machen?

Foto: dpa

Schon Entschieden

Ergebnis

Loading ... Loading ...

Ein besonderes Flair

Goldgelb-Festival in Krummhardt vom 17. bis 21. August

Musik hören, gemütlich inmitten von Sonnenblumen zusammensitzen, essen und trinken – so lassen sich Sommerabende genießen. Derlei Vorzüge bietet alle zwei Jahre das Goldgelb-Festival, das von Donnerstag bis Montag, 17. bis 21. August, zum achten Mal in Aichwald-Krummhardt stattfindet. „Genieße den Moment“ lautet das Motto des Festivals, für das kein Eintritt zu zahlen ist. An den fünf Tagen spielen acht Bands. Der veranstaltende Kulturverein Krummhardt ist überzeugt, eine attraktive Musikmischung zusammengestellt zu haben. Als besondere „Schmankerl“ werden die sich auf Abschiedstournee befindlichen Schwabenrocker von „Grachmusi­koff“ und „Planet Floyd“ angekündigt.

Was vor 14 Jahren in noch recht überschaubarem Rahmen begann, hat sich zu einer Großveranstaltung und laut Kulturverein zu einem „Fest der Generationen“ entwickelt. Wobei insbesondere das besondere Flair im Sonnenblumenfeld, mit Strohballen und -puppen viele Besucher anlockt. Neben der Bühne mit dem vorgelagerten Sitz- und Tanzbereich unter dem großen Schirm gibt es Bars und Verpflegungsstände. Die mehr als 600 Helfer arbeiten allesamt ehrenamtlich. Das Gelände, das sonst als Ackerfläche dient, wurde bereits im Winter angelegt und geeggt. Die Sonnenblumen wurden Mitte Mai gesät, auf dass sie pünktlich zum Festival blühen. Im heißen Juni musste allerdings nachgesät werden.

Da der Eintritt an den fünf Festivaltagen frei ist, sind die Veranstalter auf viele konsumierende Gäste angewiesen. „Wir wollen den Gästen ein Terrain vorbereiten, auf dem sich alle Generationen wohlfühlen und wo für jeden etwas geboten ist“, sagt Kulturvereinsvorstand Hans Hallwachs. Diese Mischung habe bislang stets ein friedliches und vergnügtes Fest gewährleistet.

Für kleine Besucher gibt es auf der Wiese zwischen Wasserturm und Neuwieshof ein Programm: Am Donnerstag erzählt Hans Bürger ab 15 Uhr Geschichten, am Freitag gibt es ab 15 Uhr Geschicklichkeitsspiele und eine Spielstraße, am Sonntag ab 14 Uhr Workshops. Eine „Tobe-Ecke“ auf dem Festivalgelände gibt es an allen fünf Tagen. Am Sonntag findet ab 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Anschließend macht Familie Fetzer den Neuwieshof zum „Gläsernen Bauernhof“ und die Oldtimerfreunde Aichwald organisieren eine Schau. In Cafélounge und Weinlaube werden am Sonntagnachmittag Victor und Tina Mamani peruanische Musik machen, gefolgt vom Männerchor „Stimmbandschoner“.               ch / Foto: Geyer

 

Das Musikprogramm: Donnerstag, 17. August, 19.30 Uhr: „Bluefonque“ (Funk, Soul, Jazz und Pop); Freitag ab 18 Uhr „Pale Heart (Blues-Rock) und ab 20.45 Uhr „Mr. Irish Bastard“ (Irish-Folk-Punk); Samstag, 19. August: ab 18 Uhr „Riddim Posse“ (Reggae und Soca) und ab 20.45 Uhr „Jimmy Cornett & the Deadmen“ (Blues- und Southern-Rock); Sonntag: ab 17.30 Uhr: „Grachmusikoff“ (Schwaben-Rock) und ab 20.30 Uhr „Rigna Folk“ (Art-Rock); Montag, 21. August, 20 Uhr: „Planet Floyd“ (Pink Floyd Tribute Band). Mehr unter www.goldgelb.eu.

Traumtour durch das Nassachtal

ADFC-Radtour mit Klaus Reichert: Tour vom Stadthaus im Scharnhauser Park in Ostfildern nach Diegelsberg

  

 

ADFC-Tourenleiter Klaus Reichert nennt seine Tour „Traumtour durch das Nassachtal“. Im ECHO stellt er die etwa 75 Kilometer lange Strecke vor.

Der Start zur „Traumtour“ ist am Stadthaus Ostfildern im Scharnhauser Park. Über die Robert-Koch-Straße und die Rampe wird die U-Bahn-Haltestelle „Parksiedlung“ überquert, auf dem Weg parallel zur Rinnenbachstraße ist links abzubiegen bis zur Kreuzung Robert-Koch-Straße.

Weiter geht es rechts auf dem Feldweg in Richtung Nellingen bis zur Esslinger Straße. Nach dem  Rechtsabbiegen verläuft der Weg etwa 100 Meter bis zur Querung. Es geht nach links auf den Weg nach Berkheim. Die L 1192 wird überquert. Nach kurzer Abfahrt geht es rechts sowie links nach etwa 1000 Metern bis zur verlängerten Christian-Knayer-Straße, die in die Moltkestraße übergeht und die die relativ steile Abfahrt des Hofwegs nach Sirnau einleitet.

Vor dem Gebäude von „Möbel Rieger“ führt die Tour in linker Richtung, über die Sirnauer Brücke wird der Neckar überquert, bevor die Radler links in die Zeppelinstraße abfahren.

Der Radweg führt jetzt parallel zum Neckar durch das Gewann  „Entennest“ zur L 1204. Dann geht es links bis zum Kreisverkehr und rechts auf dem Weg neben der Esslinger Straße nach Plochingen – das sind dann etwa 15 Kilometer. Die Strecke passiert den Bahnhof und das Hundertwasserhaus bis zum Kreisverkehr und läuft weiter nach Osten zum Weg an der Ulmer Straße.

Mit einer kurzen Steigung wird die L 1201 umfahren. Der Weg mündet neben der Stuttgarter Straße, wobei auf aus- und einfahrende Fahrzeuge an der Tankstelle in Reichenbach zu achten ist. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: entweder fahren die Radler über die Durchgangsstraße durch den Ort oder über die für Radler ausgeschilderte Umfahrung auf schmalen Straßen, um den Radweg neben der Ulmer Straße anzufahren. Dabei immer rechts vor links beachten.

Vor der Brücke über die Bahngleise führt der Radweg links neben den Schienen über eine Gabelung und rechts – etwas ansteigend – zu einem Gehöft. Dort rechts bis zur Martin­straße in Ebersbach – das sind bis dahin etwa 25 Kilometer. Über die Büchenbronner Straße wird nach halbrechts die Leintelstraße erreicht, die in die Stuttgarter Straße übergeht. Beim Überqueren der Gleise zur Firma Südrad sollte man Vorsicht walten lassen. Die Industriestraße wird nach links-rechts erreicht, um auf der Nassachtalstraße links zum Ort Nassachmühle zu fahren.

Moderat ansteigend, teils auch auf Radwegen durch Nassach und Baiereck, gelangt man auf die Schurwaldstraße. Nach dem Anstieg sind 35 Kilometer erreicht. Eine wunderschöne Abfahrt mit wenig Verkehr wartet auf die Radler. Es geht erst links bis zur Kreuzung der K 1209 und von dort nach links nach Diegelsberg. Nach einigen Kurven wird die Kreuzung Nassachtalstraße/Industriestraße in Ebersbach erreicht. 50 Kilometer sind gefahren – ein schöner Zeitpunkt für eine Rast.

Auf den gleichen Wegen geht es über Reichenbach bis zur Neckarstraße in Plochingen, links abbiegend zurück zum ehemaligen Gartenschau-Gelände und über die K 1211 und die Plochinger Straße nach Deizisau. Das sind etwa 65 Kilometer.

Hinter der Firma Walcher führt der ausgeschilderte Radweg von Olga- und Sirnauer Straße parallel zur Esslinger Straße – eine Cappuccino-Pause im dort gelegenen Café bietet sich an – durch das Körschtal nach Denkendorf. Wir radeln vorbei am Denkendorfer Freibad und der Kläranlage Nellingen. Dann steigt der Weg letztmalig bis Nellingen und zum Stadthaus Ostfildern nochmals deutlich an.          Klaus Reichert / Fotos: links:Reichert / rechts: privat

 

Info: Gesamtstrecke etwa 75 Kilometer, 550 Höhenmeter. Fahrzeit: vier bis fünf Stunden ohne Pausen. Variationen: mögliche Abkürzung um etwa zehn Kilometer: statt der Abfahrt über Diegelsberg direkt nach Lichtenwald und Reichenbach. Mögliche Verlängerung um etwa 20 Kilometer und zusätzliche 200 Höhenmeter: statt links zum Ort Nassachmühle weiter parallel der Bahntrasse nach Uhingen und Faurndau zur Rechberghausener Straße und auf der ehemaligen Bahntrasse, auf einem guten Radweg, leicht ansteigend bis Birenbach, links nach Börtlingen und über Oberberken bis Baiereck.

 

Wiege der Kunst und der Musik

Unesco ernennt Höhlen auf der Schwäbischen Alb zum Weltkulturerbe

Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst in Baden-Württemberg sind in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das gab das Unesco-Komitee vor Kurzem in Krakau bekannt. Demnach zeugen die sechs Höhlen der Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb von einer der frühesten figurativen Kunst weltweit und liefern wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Kunst. In Krakau dankten Staatsministerin Maria Böhmer und Claus Wolf vom Landesamt für Denkmalpflege dem Unesco-Komitee. Auch in Baden-Württemberg herrschte Freude. „Die einzigartigen Fundstätten auf der Schwäbischen Alb zeigen, dass die Wiege der Kunst und der Musik im Ach- und Lonetal zu finden ist“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretsch­mann (Grüne). „Die Auszeichnung ist eine große Ehre und zugleich Verpflichtung für Baden-Württemberg, dieses kulturelle Erbe der Menschheit zu erhalten und sich weiterhin mit ihm zu beschäftigen.“
Die Höhlen rund um Blaubeuren gelten als eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete für Archäologen. Unter anderem fanden Forscher dort die älteste bekannte Menschenfigur der Welt, die 40 000 Jahre alte „Venus vom Hohle Fels“. Seit den 1860er-Jahren gibt es in den Höhlen Ausgrabungen, sie brachten zahlreiche bis zu 43 000 Jahre alte figürliche Darstellungen zutage, darunter Mammuts, Höhlenlöwen, Pferde und
Musikinstrumente, aber auch Frauenkörper und Darstellungen von Mischwesen aus Mensch und Tier. Die Fundstücke gehören zu den ältesten Zeugnissen für eine bewusste künstlerische Betätigung des frühen Menschen. Die wichtigsten Funde aus dem Bereich der Schwäbischen Alb können in Museen in Ulm, Tübingen und Blaubeuren besichtigt werden.
Die aus Stoßzähnen gefertigten Tier-Miniaturen sowie Flöten aus Vogelknochen sind Zeugnisse einer besonders wichtigen Phase der Menschheitsentwicklung, wie Experten betonen. Darüber waren sich auch die Welterbe-Experten einig: Einwände gegen die deutsche Nominierung gab es keine, stattdessen wurde den deutschen UNESCO-Delegierten überschwänglich gratuliert. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) betonte, die Welterbestätte sei „einzigartig, faszinierend und von überragender Bedeutung“.
Wer die Höhlen besucht, begibt sich auf eine Tour zurück in eine Zeit, da der anatomisch moderne Mensch, der Homo sapiens sapiens, den Neandertaler abgelöst hatte und sich aufmachte, Kunstwerke, Schmuck sowie Musikinstrumente zu schaffen. Darunter auch der 31 Zentimeter große „Löwenmensch“ – ein Mischwesen zwischen einem aufrecht stehenden Menschen und einem Löwen, der davon zeugt, dass sich bereits Eiszeitmenschen mit mythischen Glaubensvorstellungen beschäftigten. dpa / Foto:dpa

Info: Die sechs Welterbestätten in Baden-Württemberg sind die Klosteranlage Maulbronn (aufgenommen 1993), die Klosterinsel Reichenau im Bodensee (aufgenommen 2000), der Obergermanisch-Raetische Limes (aufgenommen 2005), die Prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee und in Oberschwaben (aufgenommen 2011), die beiden Le Corbusier-Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (aufgenommen 2016) sowie nun die Höhlen mit Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb.

Abgestimmt

Schon wieder die Eier: Vor ein paar Jahren der Dioxinskandal,
jetzt wurden mit Insektiziden belastete Eier entdeckt.
Haben Sie noch Lust, Eier zu essen? Stimmen Sie hier ab.

Foto: dpa

Noch Lust auf Eier?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

Seerosen im Teich und Unesco-Welterbe

ADFC-Radtour mit Ingeborg Messner: Von Esslingen aus durch den Schönbuch nach Tübingen

  

Wir beginnen die etwa 50 Kilometer lange Tour am Bahnhof in Esslingen und radeln auf die Pliens­aubrücke. Beim Pliensauturm wenden wir uns nach links und folgen dem Neckar-Radweg bis zur Brücke auf die Neckarinsel, die wir überqueren. Vorbei am Eisstadion und dem Freibad des SSV Esslingen erreichen wir die Unterführung nach Sirnau. Wir befinden uns nun auf dem Hohenzollern-Radweg, dem wir bis Bebenhausen folgen. Nach der Unterführung wenden wir uns nach links bis zur Hauptstraße, dann nach rechts bis zur Ampel, überqueren die Straße, biegen nach links ab und radeln auf dem Radweg parallel zur Straße bis zum Körschtal.

Der Hohenzollern-Radweg wendet sich nach rechts und folgt der L 1204 durchs lang gezogene Körschtal. Es geht ständig leicht bergauf. Am „Aicher Bühl“ in Denkendorf zweigt der Radweg nach links ab, folgt dem Tal unter dem Autobahnviadukt hindurch und wird steiler. Nach drei Kilometern erreichen wir den Scheitel zwischen Neuhausen und Denkendorf und radeln auf dem Hügelkamm weiter. Nach links sieht man beeindruckend über den Schönbuch hinweg auf die Schwäbische Alb. Der Radweg führt nun gut beschildert an Bauernhöfen und der Gemeinde Wolfschlugen vorbei hinunter nach Grötzingen. An der Aich entlang radeln wir bis kurz vor Neuenhaus. Dort zweigt der Hohenzol­lern-Radweg nach links ab und folgt der Schaich. Wunderschöne kleine Seen, teils mit Seerosen besetzt, liegen am Weg.

Vor Dettenhausen zweigt der Radweg nach links ab und führt sehr steil auf die Höhe. Am Neubaugebiet Sauwasen vorbei erreichen wir den Radweg neben der K 6912, wieder geht es bergauf, dann überqueren wir auf der Höhe am Kreisverkehr die B 464.

Gleich danach öffnen wir ein Holzgatter und folgen einem sehr schönen Radweg durchs Naturschutzgebiet Kirnbachtal bis hinunter zum Wanderparkplatz Bebenhausen.

Das ehemalige Kloster und spätere Jagdschloss ist Unesco-Welterbe und lohnt immer einen Besuch. Dort gibt es auch einige Gaststätten, die zur Einkehr einladen. Zurück folgen wir dem Golderbach bis Lustnau und an den Neckar, wenden uns nach rechts und folgen dem Neckar-Radweg bis Tübingen. Nach einem Besuch der reizvollen Altstadt radeln wir zum Bahnhof. Der Regionalexpress bringt uns zurück nach Esslingen.

Ingeborg Messner / Fotos: links – dpa, rechts-privat

Info: Streckenlänge: 50 Kilometer, Höhenmeter: 450 Meter, Radwege: Neckar-Radweg, Hohenzollern-Radweg, empfohlene Radkarte: ADFC-Regionalkarte Stuttgart und Um­gebung 1:75 000, geeignet für: Tourenräder und Pedelecs, nicht für Rennräder.

Intelligent verteilen

Wendlinger Stromleitstelle gilt als „Nervensystem“ der Energiewende

Die Stromversorgung in Baden-Württemberg wird seit Kurzem offiziell zentral von der sogenannten Hauptschaltleitung in Wendlingen aus gelenkt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach vor einigen Tagen bei einem Besuch vom „Nervenzentrum“, die knapp 50 Millionen Euro teure Leitstelle sei unerlässlich für das Gelingen der Energiewende. Die EnBW-Tochter TransnetBW habe „zur rechten Zeit viel Geld in die Hand genommen“. Warum die Stromversorgung dies neue „Herz“ benötige, verdeutlichte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: Strom komme nun mal nicht mehr wie früher aus deutschlandweit 250 Großkraftwerken, sondern aus 1,8 Millionen Quellen – von der kleinen Solaranlage auf einem Dach bis hin zum Atomkraftwerk. Ein Großteil sei wetterabhängig, intelligentes Verteilen sei unerlässlich.
Mit dem Abschalten der Atomkraftwerke und dem Ausbau der Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser werde ein reibungslos funktionierendes System noch mal wichtiger, sagte Kretschmann. Erst recht, wenn die geplanten Trassen SuedLink und Ultranet Strom aus dem Norden Richtung Süden bringen werden. Baden-Württemberg bleibe Strom-Importland. Die Leitungen enden in Philippsburg nahe Karlsruhe und Leingarten bei Heilbronn. Der Strom wird von dort ins Land verteilt. Baden-Württemberg hat das Ziel, 2050 rund 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu ziehen.
Herzstück der Anlage in Wendlingen, die nach zwei Jahren Bau- und Erprobungszeit in Betrieb gegangen ist, ist eine 18 mal sechs Meter große Monitorwand, deren Darstellung für Laien eher nach einem Strickmuster aussieht. Jedes Kraftwerk, jedes Umspannwerk, jede Verteilleitung im Land sind dokumentiert. Die Experten, die etliche weitere Bildschirme im Blick halten, sehen, welches Kraftwerk gerade Strom ins Netz gibt, wie viel Strom produziert und wie viel tatsächlich benötigt wird. Ausfälle würden in Sekundenschnelle aufgezeigt, bei größeren unterstützt durch einen Gongschlag. Rasch können sie dann nachsteuern, andere Stromquellen zuschalten oder Strom umlenken. An 300 Tagen im Jahr müsse man irgendwo regelnd eingreifen, berichtete Jens Langbecker von TransnetBW. Mit durchschnittlich zwölf Minuten Stromausfall im Jahr liege Baden-Württemberg ganz weit vorn, sagte Baake. In den USA etwa seien bis zu 200 Minuten normal. dpa / Foto: dpa